Portopalo heißt eigentlich Portopalo di Capo Passero und liegt genau an der Südostspitze Siziliens, dort, wo die Südküste Siziliens und die Ostküste aufeinander treffen. Bei Nacht strahlt der Leuchtturm von Portopalo weit in die beiden Küstenstreifen. Das kleine Städtchen Portopalo beherbergt rund 4000 Menschen die hauptsächlich vom Fischfang leben, doch auch die Einnahmen in den letzten Jahren aus dem Tourismus verzeichnen eine starke Steigerung. Der kleine Fischereihafen von Portopalo liegt etwas unterhalb im Westen der Stadt.

Interessant: zu der Stadt Portopalo gehören noch zwei kleine, unbewohnte Inseln: die Isola di Capopassero, die direkt an der Stadt liegt, und die Isola dei Correnti, die etwas westlich unterhalb der Stadt liegt und über einige Stichstraßen auf dem Weg von Portopalo nach Rosolini liegt.

Die Stadt Portopalo

Portopalo ist streng genommen ein kleines, verschlafenes, süditalienisches Städtchen. Außerhalb der Saison ist während der Siesta kaum eine Person auf der Straße anzutreffen, der Tourismus hat hier noch nicht voll zugeschlagen. Dennoch ist Portopalo gut ausgestattet an kleinen Cafés, Restaurants und Geschäften.

Sehenswürdigkeiten in Portopalo

Zu sehen gibt es viel hier, allein schon die beiden kleinen Inseln sind schon die Reise wert. Etwas oberhalb der Stadt im Norden liegt eine alte Thunfischfabrik in einer verträumten Bucht, welche sehr sehenswert ist. Direkt daneben liegt ein fantastisches Schloss, welches etwas unerwartet in der Kulisse auftaucht, aber ebenfalls sehr sehenswert ist. Bei der alten Thunfischfabrik und dem Schloß steigt die Küstenlinie stark an, man befindet sich hier nun rund 30 Meter oberhalb der Meeres an eine Steilküste. Von hier aus hat man einen unbeschreiblichen Blick auf den Golfo di Noto sowie die dazugehörigen Städte Marzamemi, Noto, Lido di Noto und Avola. Auf der anderen Seite der Anhöhe finden man einen der besten Surfspots der Insel. Die beiden Inseln von Portopalo werden weiter unten separat beschrieben. Zu den Sehenswürdigkeiten von Portopalo zählt auch der kleine Fischereihafen, in dem vom kleinen Ruderboot bis zum großen Fischerboot alles in den Wellen schauckelt.

Die Isola di Capopassero

Die Isola di Capopassero liegt direkt an der Stadt Portopalo auf der Ostseite. Während der Saison kann man direkt vom Strand aus mit einem umfunktionierten Fischerboot zur Insel übersetzen (5 Euro für hin- und zurück, pro Person). Wer mag, kann sich auch ein Treetboot leihen und selbst zur Insel fahren, diese liegt lediglich rund 300 Meter vom Festland entfernt. Ebenfalls kann man zur Insel schwimmen, das Wasser zwischen der Insel und dem Festland ist nicht wirklich tief, die meiste Zeit könnte man sogar bequem gehen. Direkt auf der Insel befindet sich ein kleiner Sandstrand, die meiste Küste der Insel besteht jedoch aus Fels. An der Insel ist das Wasser glasklar und absolut sauber, wegen den Felsen befinden sich auch eine Menge Meeresbewohner abseits des Sandstrandes. Taucher und Schnorchler kommen hier also voll auf ihre Kosten. An der Nordseite steigt die Insel bis auf rund 30 Meter über dem Meer an. Häufig sieht man hier im Sommer “Verrückte”, die von den Klippen direkt ins Wasser springen. Ebenfalls auf der Insel befindet sich noch die Überreste einer alten Thunfisch Fischerei aus dem 13. Jahrhundert sowie die Überreste einer Festung aus dem 16. Jahrhundert.

Die Isola dei Correnti

Die Isola dei Correnti gehört ebenfalls zur Gemeinde Portopalo und liegt rund 10 Kilometer südwestlich der Stadt. Man erreicht die Insel über die SP8 in Richtung Ispica / Rosolini, außerhalb von Portopalo ist die Insel dann angeschrieben. Die Insel liegt rund 90 Meter vom Festland entfernt und ist der absolute südlichste Punkt des sizilianischen Festlandes, die großen Inseln im Süden ausgeschlossen. Die Insel ist mit einem Wellenbrecher mit dem Festland verbunden, wenn der Wellengang nicht allzu stark ist, kann man  bequem zu Fuß auf die Insel gehen. Auf der Insel befindet sich ein kleiner Leuchtturm, sowie einige ältere, unbewohnte Gebäude. Gegenüber der Insel, auf dem Festland, befindet sich ein toller Sandstrand, der gerade bei Kitesurfern und Windsurfern sehr beliebt ist. Zu sehen bekommt man hier also recht viel. Die gesamte Insel steht unter Naturschutz.

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